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Es macht traurig zusehen, dass Leo das „Loslassen“ im Kindergarten neuerdings so unglaublich schwer fällt.
Meist beginnt es mit einer der üblichen Verabschiedungen: Küsschen, Drücker, Rausschmiss (ein „Schubser“ meiner Person durch Leo durch die Tür des Gruppenraumes raus in den Flur). Das klappte bis vor Kurzem prima, also bis kurz vor Weihnachten glaub ich.
Er hatte diese „Rausschmiss-Sache“ bei anderen Kindern gesehen und ich hab es mitgemacht, weil ihm so der Abschied leichter fiel. Sogar Ron hat das übernommen, was recht witzig ist.

Nun ist es leider aber auch schon vor Weihnachten ab und an vorgekommen, dass Leo sich etwas schwerer trennen konnte. Meist habe ich das beobachtet, wenn ich ihn direkt in die Gruppe brachte. Musste ich beide im Frühdienst abgeben, gab es nie Probleme.

Das hat sich jetzt leider geändert 😦

Ich habe schon alle Varianten durch, denke ich: vorherige Abmachung, kurze Abschiede, lange Abschiede, lieb und freundlich sein, wenn er sich rein steigert, schimpfen, bestechen, bestrafen, auf Vorbildfunktion hinweisen, ihn „groß“ reden (lobend), fragen ob er jetzt wieder ein „Teddy-Kind“ sein will (Krippen-Gruppe).

Selbstverständlich habe ich ihn auch gefragt, ob ihn irgendwas bedrückt, ob er einen Grund hat für sein Verhalten. Gefragt habe ich in Ruhe zu Hause und auch mal in der Situation: ohne Ergebnis.

Ich habe auch mit seinen Betreuerinnen geredet: ohne Ergebnis und ohne weitere zündende Ideen.

Ich weiß nicht mehr weiter.

Ich schwimme in einem Wechselbad der Gefühle: Wut (wenn er an meinen Sachen zerrt), Scham (weil alle mich anschauen, als würd ich meinem Kind sonst was antun), Traurigkeit (weil er leidet und nicht nicht weiß warum), Verzweiflung (weil ich keine Ideen mehr habe und ihn da nicht raus bekomme).

Hat jemand einen Rettungsring für mich? 😦

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