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Jepp, ihr ahnt es schon, es geht noch immer nix mit Bild, Ton und vor allem Museum. Aber ich finde langsam Gefallen an Blogparaden. Heute habe ich eine entdeckt auf Verflixter Alltag. Es geht um die liebenswerten Macken des Nachwuchses.

Zum Glück nicht um die eigenen, das würde hier den Rahmen sprengen *g* Aber Leo und Ron haben da auch durchaus Potential…

 

Ron ( knapp 5 3/4 und fast schon ein Schulkind)

  • Haare kraulen: schon als Baby hat er versucht, meine oder des Lieblingsehemannes Haare zu kraulen. Da er dabei anfangs sehr unbeholfen war (klar), ließ ich mir die Haare kurz schneiden, weil es sehr schmerzhaft wurde. Bis zum Wechsel in die Vorschulgruppe, kraulte er sogar seiner einen Erzieherin die Haare und wollte standhaft „Frisörer“ werden. Diese wirklich liebenswerte Macke, die auch immer seltener schmerzhaft ist, ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass Ron müde ist. Blöd ist nur, dass dieses Kraulen den jeweils Gekraulten auch müde macht, ähnlich wie das Schnurren einer Katze 🙂
  • Schlaumeiern/Klugscheißen: Ron ist eindeutig nicht auf den Kopf gefallen. Er nimmt Informationen auf wie ein Schwamm, merkt sich interessante Dinge sehr gut und kann sie auch wiedergeben. In der Vorschule ist er schon bekannt dafür, dass er Fragen anderer Kinder beantwortet, wenn die Erzieher grad noch Luft holen. Da er dies meist auf eine niedliche Art und auch richtig macht, ist ihm niemand böse. Zu Hause stellt er sich aber schon gelegentlich mit den Händen in der Hüfte hin und schlaumeiert vor sich hin. Auch niedlich, aber halt manchmal auch unpassend.
  • Meinungswechsel: Wenn man Ron fragt was er will, hat er solange eine eigene Meinung bzw. einen eigenen Geschmack, bis Leo eine/einen andere(n) hat, dann wird Leo „gefolgt“. Das kann z.B. beim Essen machen oder Auffüllen mitunter zu Komplikationen führen, wenn man schneller Ron’s „Erstmeinung“ umgesetzt hat, als das er sie an Leo anpassen konnte. Oder dass er bockig ist, wenn er sagt, er will nicht mit einkaufen gehen und dann nicht mitgenommen wird, obwohl er beim Rausgehen, wie Leo, doch noch mit will. Es kann aber auch zum Vorteil sein: Mein neues Lieblingsobst ist die Pomelo. Ron fand sie sauer, bitter, bäh. Leo mochte sie, beim 2. Mal liebte Leo sie und siehe da, seit dem liebt Ron sie auch *g* Funktioniert analog bei Dingen wie „Mütze bei Kälte“, „Fahrrad fahren“, usw.
  • Kuscheln: ist natürlich grundsätzlich keine Macke und was wirklich schönes! Wenn dann aber der fast 6jährige sich auf die drauf legt, während du seitlich auf der Couch lümmelst und du den rechten Arm und die Beine nicht mehr bewegen kannst, kann das schon anstrengend sein. Aber das ist nunmal eine seiner Kuschel-Arten und ich werde den Teufel tun, ihm das Kuscheln zu verbieten!
  • Schnellkoster: Eine Regel bei uns lautet, dass erst gekostet wird, bevor es mit „schmeckt nicht“ beurteilt wird. Sagst du zu Ron nun also, dass er erst kosten soll, nimmt er es in den Mund und sagt augenblicklich „Mhhh, lecker!“. An seinem Gesichtsausdruck, der Art wie er kaut und zur Not auch einem spät nachgeschobenem „doch nicht“, kann man dann erkennen, dass er mal wieder voreilig war.

Mal sehen, vielleicht ergänze ich mal, im Moment war es das bei Ron.

 

Leo (9 Jahre alt, Drittklässler)

  • Träumer: schon immer, ist auch jedem aufgefallen, wird leider in der Schule manchmal  ein Problem, weil er träumt statt zu arbeiten. Aber es ist schon auch faszinierend, wie er sich einfach „rausbeamen“ kann, aus der jeweiligen Situation.
  • großkleiner Bruder: schwierig zu erklären. Leo war ja immer sehr vorsichtig, schüchtern, sensibel. Manchmal wirkt es, als ob der das „Junge sein“ oder gar „Kind sein“ grad mit und von seinem kleinen Bruder lernt. Oh ich finde es so toll, die beiden ergänzen sich sooo gut!
  • Spaßmacher: Leo ist inzwischen manchmal ein richtiger Clown. Meist ist er dabei sogar witzig *g*, manchmal versucht er es zu sehr, dann wird es schnell für alle anstrengend. Aber allein, dass er sich inzwischen in den Mittelpunkt des Geschehens traut, lässt es einen gut aushalten.
  • voller Gegensätze und Widersprüche: manchmal ist er ein echtes Phänomen. Da hat er z.B. eine Hausaufgabe übers Wochenende, 4 Seiten im Deutschheft. Für die ersten 3 Seiten braucht er 5 Stunden, da kann man sich drehen und winden wie man will, gutes Zureden oder Meckern helfen nicht. Auch nicht, wenn man dabei sitzt. Für die 4. Seite braucht er dann z.B. nur 5 Minuten. Nicht, weil sie leichter ist als alle anderen, sondern weil er z.B. mit jemandem Spielen will, er nicht als 2. in die Wanne will oder auch einfach nur so. Er hätte also die Hausaufgabe ohne Gezeter in 20-30 Minuten fertig gehabt, saß aber insgesamt über 5 Stunden dran. Klappt auch mit Aufräumen, Essen, Anziehen, usw. Faszinierend…
  • Leisetreter: Die Jungs putzen sich abends getrennt die Zähne, weil es sonst 1. Zeter und Mordio gibt und 2. auch nach 30 Minuten kein Zahn geputzt, dafür aber das Bad zerlegt ist. Im Gäste-Bad putzt Leo, dieses liegt bei der Wohnungstür und wenn man in der Flurtür steht, kann man auf den TV schauen. Wenn Leo „Zähneputzen“ geht, frage ich meist nach ca. 1 Minute, wo er ist und er steht immer in der Tür, Zahnbürste hängt im Mund und er schaut TV. Fast schon ein Running Gag.

Vielleicht gibt es auch zu Leo mal eine Ergänzung, im Moment fällt mir aber nichts weiter ein. Macht doch auch mit bei der Blogparade und kommentiert hier auch gern, bin ja neugierig, wie es bei euch so ist.

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