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Bis zu den Hamburger Sommerferien teilten sich die Jungs ein kleines Zimmer zum Schlafen und nutzten das zweite kleine Zimmer zum Spielen. Das sollte verhindern, dass beide Zimmer im Chaos versinken. Tat es aber nicht, also taten sie es doch.

Nun kam aber die Schule auf Leo zu und wir beschlossen, dass es sinnvoll wäre, dass er einen Rückzugsort hat, der nicht das Schlafzimmer beider Jungs ist. Also teilten wir die Zimmer wieder auf.

Ron, der im Urlaub bei den Großeltern bzw. kurz danach beschlossen hat, dass er jetzt spontan trocken sein will (prima!!), fand das leider ziemlich… na sagen wir „doof“… Jeden Abend gab es nun Theater. Er sprang aus dem Bett, noch bevor wir zur Zimmertür gehen konnten, an Ruhe oder gar Schlaf war nicht zu denken.

Anfangs haben wir noch versucht, ganz konsequent den kleinen Tyrannen ins Bett zurück zu befördern. Meist mit enorm viel Geschrei und Tränen. Er fand es auch nicht gut 😉 Nach gut 2 oder sogar 3 Wochen stellte sich keinerlei Besserung ein, außer vielleicht in Rons Taktik, uns in den Wahnsinn zu treiben. Oftmals schlief er nach einem mittelschweren Tobsuchtsanfall einfach völlig erschöpft in meinen Armen ein, manchmal auch in denen meines Lieblingsehemannes. Wir merkten aber auf jeden Fall, dass es SO nicht weitergehen konnte, denn wir gingen allesamt auf dem Zahnfleisch.

Nun ist es so, dass unsere Kinder es lieben, wenn ich singe (oder sie tun zumindest erfolgreich so *g*). Da ich aber nach einem Tag am Telefon nicht auch noch stundenlang Energie und Stimme übrig habe, um Mini-Monster in den Schlaf zu singen, landet meine Wenigkeit nach einem Schlaflied für beide gemeinsam neuerdings fast jeden Abend vor Rons Bett auf einer Fallschutz-Kampel-Elternsitzplatz-usw.-Matratze und pfeift. Und pfeift. Und pfeift.

Ich hab noch nie wirklich auf die Uhr geschaut, wie lange ich pfeife, aber da ich etliche Schlaflieder, andere taugliche (eher tiefe, gut langsam zu pfeifende) Lieder und auch einfach mal nur „Irgendwas“ pfeife, hintereinander versteht sich, komme ich sicher auch ca. 15 Minuten. Wobei ich nicht ausschließen will, dass ich auch mal was doppelt pfeife und ja, ich gebe es zu, manchmal hole ich auch Luft zwischendurch 😉

Es wirkt. Nicht immer, aber meistens. An manchen Tagen ist Ron resistent gegen jegliche Einschlafhilfen und auch gegen Pfeifen. Das nervt, vor allem weil 15 Minuten Dauerpfeifen echt nicht soooo toll ist (Fusseln am Mund, trockne Lippen). Meist jedoch funktioniert es wunderbar. Ich will mal versuchen, alle Lieder zu notieren und im nächste Beitrag auch entsprechend näher vorzustellen. Wenn ich rausfinde wie, stelle ich auch gern mal mein selbstgepfiffenes Medley online. Vielleicht hilft es ja jemandem, der/die nicht pfeifen kann oder will. Das würde mich freuen.

Die üblichen Verdächtigen:

  • Schlaf, Kindchen, Schlaf…
  • Sandmann, lieber Sandmann…
  • Weißt du wieviel Sternlein stehen…
  • wlazł kotek na płotek
  • Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu…
  • Tiger Traumland (Tiger Taps)
  • Guten Abend, Gute Nacht
  • Miau, Miau, heißgeliebte Katze
  • Amazing Grace
  • Sah ein Knab‘ ein Röslein stehn

und ab und an halt was mir noch in den Sinn kommt.

 

Ach ja, falls jetzt jemand meint, dass wir das hätten durchziehen müssen, sonst tanzt uns der Knirps auf der Nase rum, dem sei gesagt: In der Theorie und mit einigen Kindern, mag das durchaus klappen, wenn aber das Kind einen mindestens so dicken Schädel hat wie die Eltern, ist es wirklich besser, ihm diese „Nachgiebigkeit“ als tolle Idee der Eltern zu verkaufen, die auch nur umgesetzt wird, wenn das Kind lieb ist 😉

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